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Bericht der Hauptversammlung

Date: Februar 27, 2019 Author: Anina Vontobel Categories: Beiträge

Treue und langjährige Spenderinnen und Spender der Gentiana Schulen folgten zahlreich der Einladung des Fördervereins und kamen ins Pfarreizentrum St. Peter und Paul in Winterthur.

Es ist immer wieder schön an der GV, die vertrauten Gesichter zu sehen. Das ist ermutigend für den Vorstand – und natürlich auch für Peter Baumgartner, den Gründer der Gentiana, der eigens aus Nairobi angereist war, um über den Stand der Dinge zu berichten. Mittlerweilen umfasst die Gentiana-Primarschule 240 Schulkinder; dazu besuchen je 30 Kinder die Nursery und die Vorschule, die in etwa dem Schweizer Kindergarten entspricht.

Lehrlingsausbildung am GTC – ein Erfolgsmodell

Peter Baumgartners Bericht zur blühenden Elektrikerschule am Gentiana Technical College (GTC) in Nairobi löste rundum Zufriedenheit unter den GV-Besuchern aus. «Das GTC hat sich zu einem eigentlichen Erfolgsmodell entwickelt», sagte der Gründer.

Heute zählt das GTC bereits 60 Elektrolehrlinge. «Mehr junge Frauen und Männer können wir in den beschränkten Räumen des Gentiana Technical Colleges (GTC) beim besten Willen nicht unterbringen. Gut zwei Dutzend Bewerber mussten wir aufs nächste Jahr vertrösten».

Aufgrund der sehr guten Infrastruktur – modernes Ausbildungsmaterial, innovative Unterrichtsmethoden, erfolgreiche Stellenvermittlungsbörse – ist das GTC von der staatlichen Behörde Kenias, der National Industrial Training Authority, zum Prüfungszentrum erhoben worden. Gerade die Einführung des Sonderkurses Solarenergie hat nach den Worten von Peter Baumgartner einen eigentlichen Boom ausgelöst: fast 20 Lehrlinge staatlicher Berufsschulen wollten für das zweite Lehrjahr ans GTC wechseln, aber aus Platzgründen konnten nur sechs aufgenommen werden.

Fortbestand gesichert

«Die beiden Gentiana Schulen, die GPS und das GTC erfüllen in Nairobi eine zunehmend wichtige Rolle », betont die Präsidentin Susan Scheidegger. Auf der Gentiana ruhten grosse Hoffnungen. Ihr Fortbestand sei aber nur dank der Spender und Stiftungen möglich. Die Schulen benötigen jährlich 200‘000 Franken für den Betrieb. Es sei erstaunlich und absolut erfreulich, wie viele Leistungen mit den 200’000 Franken erbracht werden können, sagt die Präsidentin.

In dieser Summe sind sämtliche Ausgaben eingeschlossen: Gebäudeunterhalt, die Löhne für die insgesamt 26 Angestellten (darunter 19 Lehrkräfte), das Essen für die Kinder und die Lehrlinge, das Sozialprogramm (samt der Sozialarbeiterin) sowie die beiden Stipendienprogramme, die derzeit 74 ehemalige Schülerinnen und Schüler der GPS an Berufsschulen, Mittelschulen und Universitäten unterstützen.

Die Spenderinnen und Spender, aber auch die Stiftungen honorieren diese Arbeit im fernen Nairobi: 2018 sind 227‘818 Franken an Zuwendungen eingegangen.